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Der Darwin-Award
Der Darwin-Award wird alljährlich denjenigen "verliehen", in der
Regel "posthum", die sich um den Genpool der Menschheit verdient
gemacht haben, indem sie ihre eigenen Gene diesem entzogen. Anders
ausgedrückt: Menschen, die sich durch eigenes Verschulden um ihr
Leben gebracht haben, werden hier "verewigt". Alle Angaben sind
durch unabhängige Medien geprüft und bestätigt - so unglaublich
sie manchmal auch sein mögen.
Der Gewinner des Jahres 1998
Ein Zivilangestellter der US Air Force, dem es gelang, eine Start-
hilferakete zu entwenden. Diese Feststoffraketen werden verwendet,
um Transportflugzeugen auf kurzen Startbahnen zusätzlichen Schub
zu verleihen. Er befestigte die Rakete an seinem Auto und zündete
sie auf einem geraden Landstraßenstück, um die Beschleunigung zu
testen. Diese war in der Tat so enorm, das das Fahrzeug ca. 450
km/h erreicht hatte, als es nach 6 km einen metertiefen Krater in
eine Felswand schlug. Da die Reifen diese Geschwindigkeit (und die
panischen Bremsversuche des Fahrers) nicht aushielten, legte er
die letzten 1,5 km eher fliegend zurück (Feststoffraketen lassen
sich nicht abschalten, sie brennen, bis der Treibstoff erschöpft
ist...).
Der Gewinner des Jahres 1997
Bei den Versuchen, eine Cola-Dose ohne Bezahlung aus einem Auto-
maten zu entnehmen, wurde der Täter vom umstürzenden Automaten
erschlagen.
Weiterhin nominiert wurden:
- Ein Mann, der seine Schrotflinte am Lauf packte, um die Wind-
schutzscheibe des Autos seiner Exfreundin wie mit einer Keule
einzuschlagen. Aus der (geladenen !) Waffe löste sich durch die
Wucht des Aufpralls ein Schuß, der den Täter in die Brust traf
und sofort tötete.
- Stefan Macko, 55, aus Toronto, Kanada: er stürzte vom Balkon
aus dem 23. Stock seines Wohnhauses. Er hatte versucht, den Käfig
seines Papageis zu reinigen - von einem Drehstuhl mit Rollen aus!
- Ken Charles Barger, 43, aus Newton, North Carolina: als er spät
abends stark alkoholisiert auf dem Bett liegend angerufen wurde,
griff er statt zum Telefon zum Revolver Kaliber 38. Beim "Abheben"
löste sich ein Schuß und traf ihn in den Kopf.
- Garry Hoy, 39, Rechtsanwalt in Toronto: er warf sich gegen die
Scheibe im 24. Stock eines Hochhauses, um die Stabilität der Fens-
ter zu demonstrieren. Das Fenster gab jedoch nach, er schlug wenig
später auf dem Boden auf und war sofort tot.
- Michael Anderson Godwin, wegen zweifachen Mordes zum Tod auf dem
elektrischen Stuhl verurteilt; seine Strafe wurde in lebensläng-
lich umgewandelt. Er wurde auf einer Metalltoilette sitzend durch
Stromschlag getötet, als er versuchte, den Fernseher in seiner
Zelle selbst zu reparieren.
- Gregory David Pryor, 19, wurde durch einen Schuß aus dem Vorder-
ladergewehr seines Vaters getötet. Er hatte versucht, mit einem
Feuerzeug in den Lauf zu leuchten, um dessen Sauberkeit zu kon-
trollieren. Die Flamme entzündete Pulverreste, die Waffe explo-
dierte.
- Matthew David Hubal starb in Mammoth Lake. Er war auf einem
Kunststoffkissen, das Wintersportler vor den Masten eines Skilifts
schützen soll und das er zuvor von einem der Masten entfernt hatte,
einen Steilhang herunter gerutscht. Er prallte dabei, auf dem Kis-
sen sitzend, auf genau jenen Mast, auf dessen Kissen er saß.
- Zwei Landarbeiter in Polen wurden beim "Elektrofischen" getötet.
Sie wollten die Fische erbeuten, indem sie ein Stromkabel in den
Teich hielten. Einer der beiden urinierte gerade in den Teich,
als der Stromstoß einsetzte. Der andere ließ das Kabel fallen und
wollte seinem Freund helfen; auch er starb an den Folgen des Strom-
stoßes.
- John Pernicky und Sal Hawkins versuchten stark angetrunken, ein
Open-Air-Konzert zu erreichen. Da man den Einlaß verweigerte, woll-
ten sie über einen 3 Meter hohen Zaun klettern. Dazu benutzten sie
ihren Pickup als Leiter. Als der erste über den Zaun sprang, be-
merkte er, daß sich auf der Rückseite ein 15 Meter tiefer Graben
befand. Nach 4 Metern Fall verfing er sich jedoch mit seinen Shorts
in den Ästen eines Baumes. Er schnitt sich aber mit seinem Taschen-
messer los, woraufhin er den Rest im freien Fall zurücklegte und
sich beide Beine brach. Sein Freund wollte ihn heraufziehen und
warf ihm deswegen ein Seil zu, dessen anderes Ende er am Pickup
befestige. Betrunken und aufgeregt, wie er war, erwischte er je-
doch den falschen Gang. Das Fahrzeug durchbrach den Zaun und
stürzte den Abhang hinunter auf seinen Freund. Beide wurden bei
dem Unfall getötet.
- Santiago Alverado, 24, starb in Lompoc, Kalifornien, bei einem
versuchten Einbruch. Er hatte sich eine MagLite-Taschenlampe zwi-
schen die Zähne geklemmt, um die Hände frei zu haben. Er stol-
perte im Dunkeln, fiel vornüber auf sein Gesicht. Die Taschenlampe
wurde in den Rachen gedrückt und zerstörte seine Nackenwirbel.
- Steven Hill Epperson, 36, wollte als Partygag den 20 cm langen
Tropenfisch des Gastgebers lebendig verschlucken. Er erstickte
jedoch an dem Fisch, da dieser Rückenstacheln aufrichtete, als
er verschluckt wurde.
- Ein 49-jahriger Börsenmakler aus San Franzisko starb beim Joggen,
als er eine 60 Meter hohe Klippe "übersah". Seine Frau sagte später
aus, ihr Mann würde bei seinem Sport immer völlig abschalten.
- Ein 41-jähriger Vertreter aus Detroit ertrank im 30 cm tiefen
Wasser eines Straßengullies bei dem Versuch, seinen Autoschlüssel
aus dem Gully zu holen. Er war mit den Schultern in der Umrandung
stecken geblieben.
- Zwei schießfreudige Texaner tranken in der Wüste Bier und
schossen mit Schrotflinten auf Kaktuspflanzen, bis diese umfielen.
Am nächsten Morgen war einer von beiden noch nicht wieder zurück.
Man fand ihn abends, erschlagen von einer der Kakteen, die er
"gefällt" hatte.
- In Mineral Wells, Texas, wurden zwei Mexikaner bei dem Versuch
getötet, Kupferkabel von einer Baustelle zu stehlen. Zwei der Ka-
bel waren noch angeschlossen und standen unter Starkstrom.
Nicht immer enden Fehlversuche tödlich.
Daß Dummheit aber auch strafbar sein kann, sieht man hier:
- Die 45-jährige Amy Brasher wurde in San Antonio, Texas, wegen
Rauschgiftbesitzes verhaftet. Sie hatte 18 Kilo Marihuana im Mo-
torraum ihres Autos versteckt, als sie dieses zum Ölwechsel in
eine Werkstatt brachte. Der Mechaniker fand das Rauschgift und
verständigte die Polizei. Mrs. Brasher sagte später aus, ihr sei
nicht klar gewesen, daß zum Ölwechsel die Motorhaube geöffnet
werden müsse.
- Karen Lee Joachimi, 20, wurde in Lake City bei einem Überfall-
versuch auf ein Motel verhaftet. Sie hatte als einzige Waffe eine
elektrische Kettensäge, und diese war nicht angeschlossen.
- Ein beherzter Burger-King Angestellter konnte einen Raubüberfall
vereiteln: ein Gast zog eine Waffe und verlangte Geld. Der Ange-
stellte erklärte, er könne die Kasse nur öffnen, wenn etwas zu
Essen bestellt würde. Der Räuber verlangte einen Hamburger mit
Zwiebeln. Als der Angestellte sagte, Zwiebeln seien im Moment nicht
verfügbar, zog der Räuber enttäuscht ab. Er wurde vor dem Laden
verhaftet.
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